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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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136 Erläuterungen

dcrheit Johannes, dieses Unmittelbare, Treffendedes Worts und Augenblicks recht auszuzeichnen undzu bemerken.

Unsere philosophischen Welttheorien, die ganzmechanisch Alles von Ewigkeit stellen und wie einenBratenwender ablaufen lassen, wissen das besser.Sic haben Allgemeinworte, Gesetze der Natur u.dgl. etablirt, mit denen sie wie mit Ziffern rechnenund Gott auch ganz gedankenlos damit rechnen las-sen , daß er ja nicht seine hölzerne Uhr breche undsich verrechne. Elende Wolken von Allgemeinsagen!Wir Fliegen, die nicht Wesen kennen, tanzen undreiben uns auf Flachen, messen mit unserem Flie-gcnauge Massen und Erscheinungen und dünkenuns Wunder wie weit! wenn wir einige Zahlenzusammengerechnet und ein Knabenfacit herausgc-brachl haben. Der Schöpfer sicht Kräfte, Wesen,einzelne Kräfte, ohne Zeit und Raum ist bei ihmjeder Augenblick gegenwärtig, so wirkt er. Der

Sohn kann nichts von ihm selber thun, dennwas er jetzt! in einem ewigen Jetzt den Vaterthun stehet, was derselbe thut, thut gleich auchder Sohn. Wie der Vater die Tobten aufer-weckt, belebt und wirkt unverrückt durch alle Rau-me und Zeiten der Schöpfung: so auch der

Sohn*). Er ist im Himmel**), ewig im Him-mel, die Engel und Kräfte Gottes aus und inalle Wesen stießen auö ihm***) das ist dis

Joh. 5.Joh. 3.

*") Joh. I, 5r.