zum neuen Testament.
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weise, vor großer Gelehrsamkeit nur immer amFinger zu hangen, ohne wahrzunehmcn, was derFinger thuk? ChristnS selbst hat z. E. nie denAusdruck Wort in dem Sinne gebraucht; denn derGalilacr Christus sprach in keiner Kunstsprache.In seiner simpeln, fasslichen Volkssprache hat eraber alle die hohen Ideen von sich gegeben, diedieser Ausdruck nur dunkel fasste. Johannes undPaulus konnten und mußten vielleicht Ausdrückebrauchen, die dort auch Plato, dort Philo, dortZoroaster gebraucht hakten: sie redeten die gewöhn-liche, verständliche Sprache, verkündigten darinihr hohes, urkundlich neues Evangelium, ohne sichzu bekümmern, wer die Worte, die sic brauchten,sonst auch gebraucht hatte.
3. Am unwürdigsten dünkt mich die berufeneHypothese „von Johannes Evangelium gegen Ce-rinthus geschrieben," das man eben aus der Spra-che dieses Anfanges am meisten vcrtheidiget. Auchals wahr angenommen, ists nicht des Verlheidigcnswerth. Ist die Sprache Johannes dem Eerinthusweder eigen, noch von ihm erfunden, noch bei ihmin einem hervorstechenden Brauche: ist im ganzenEvangelium keine Spur von einem so eingeschränk-ten, elenden Streitzweck, sondern von Anfänge biszu Ende Alles nach einem wie höhern Ziel laufend:daß ihr glaubet/ Jesus sei Christ der SohltGottes und daß ihr durch den Glauben dasLeben habt in seinem Namen: was brauchts oderlohnts, auf Cerinth einzuzwangcn, was so weitern,freier», reinern Acther athmet? Wer wird nichtJohannes, der seinen Zweck selbst offenbar sagt,