Bilde unserer Bilder! Nur wählte sie kein Glcich-niß außer Uns, weder des das oben im Himmel,noch unten auf Erden ist; das innigst begriffene,heiligste, geistigste, wirksamste, tiefste wählte sie,
das Bild GotteS in der menschlichen Seele/Gedanke.' Wort.' Wille! That! Liebe!
Was ist unkörperlicher, unbegreiflicher, unddoch wahrer, inniggefühltcr als das Wort*) illNllS? Es ist des Wesens der Seele, erzeugt alsobs nicht erzeugt wäre, uns innig, gegenwärtig,persönlich. Er geht mit uns, der innere Sohn un-seres Wesens: macht die Seele sich selbst anschau-bar : als sie war, war Er: Er ist, was sic selbst ist.
Göttlich ist sie, diese innere Bildungs - undVorstellungskraft, in uns der Same Gottes. Ohnesie ist Alles von Außen tod und öde; in ihr liegtWeltall, die unsichtbare, ewige Kraft des Schöp-fers, dazu die Sinne nur Gleichnisse, Proben,Beispiele liefern. Kraft aus seiner Kraft! Lichtaus seinem Lichte! das zurückgestrahlte Antlitz desHöchsten in einem finstern, unreinen Tropfen.
Nichts endlich ist wirkender, beseligender, alsdies Wort. Es ist Wille, Vorbildung des, waswerden soll, Kraft, That: ein Tropfe vom Meerder Allmacht Gottes, der Allgcgenwart und Selig-
) Es ist bekannt / daß das innere und
äußere Wort, Vorstellung von innenund Darstellung von außen bedeute.