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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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Einleitung.

Sprache, die man bisher nur in der tiefsten Pfützegekannt hatte. Die Sprache des N. T. bekam da-mit also Land - und Zeitwahrhcit/ Ursprünglich-keit und eine Würde wieder, die ihr durch hundertVerdrehungen und Hypothesen geraubt war: alleabgeschnittene Reben kamen an ihren Weinstock.

Wie elend paßt z. E. das Mahrchen vomCerinthuöevangelium Johannes! Keine Einzigeder Personifikationen Cerinths ist in Johannes,und gerade den Hauptirrihum Eerinths, daß nurvon seiner Taufe an auf Jesu der Geist gewesen,scheint ja Johannes zu begünstigen, statt daß erihn widerlege. Start daß uns die Hypothese eineneinzigen Wink in den Plan Johannes gebe, machtsie uns im Bau und Zwecke seines Evangeliumsganz irre.

Andern, reinern und höhern Aufflug nimmtdasselbe mit jedem Wort und Bilde in unscrmLichte. In Ephesus lebte Johannes: da war einMittelpunkt wie der chaldaischcn Philosophie soauch der Sekte des Täufers. Nun sieht man ausseiner Schrift, daß er diese im Auge gehabt habenmuß, da er immer ruft: Er war nicht das Licht/Jesus war Sohn Gottes und nicht Johannes.Und wenn bekannt ist, daß sich diese von Anfangan und bis auf den heutigen Tag gern an dieSabäer - und Chaldäersekte angeschlungen, wiekonnte der Evangelist anders und treffender schrei-ben , als in der Sprache dieser Sekte? Siehe! daward genau die feine, herrliche Anlage seines Evan-geliums! Dahin geht, wie wir sehn werden, sein