aus den Handschriften des Verfassers. 479
Horner — mächtig, rauh, unzerbrechlich, vonfernen Ecken der Erde. Gott führte sie her-bei: wie wunderbar, bisher noch uncrörkert, dran-gen sie auf den Schauplatz! Eines Sinnes,all' ihre Macht und Starke dem Thierzu weihen — wie lange waren sie RomsSchutzwehren, dienten mit Ehren im Solde Roms!Könige dünktcn sich groß, wenn sie römischesSchwert als Edclleute, als xatricii tragen durften:waren lange, da Italien entnervt war, Romseinzige Schutzmauer, gleichsam die Hörner ihrerRüstung. Wie treffend ist das Bild selbst (alscornua arlstnm) in der römischen Sprache
— sinnig 1.utio nnne ssrvit ^urpnrra ksrro! —
Auch darin waren sie mit Rom Eins, daß sie dieChristen verfolgten, und jedermann weiß, was dieChristen zuerst von diesen wilden Nationen unterihren Streifzügen gelitten .... aber schnell wur-den sie des Christcnthums Anhänger: sie schlugenseinen feinen himmlischen Geist zu ihrer groben ir-dischen Masse. Bald wurden sie Feinde Roms,und seine Verwüster, Plünderer, Fresser. Johan-nes braucht scheußliche, grausame Bilder: reichensie 'aber an das Elend, so Rom unter den Händendieser Barbaren einmal über's andre traf?-"
,,Und nun, wenn wir diesen Untergang sehen,Wehklagen über ihn mit allen Stimmen, Posau-nen, Trommckcn aller wchrusendcn Propheten hö-ren: lasset uns nicht ans politische Rom undwann? und dann? und so und also denken.Das ist nicht Zweck Johannes, sondern