aus den Handschriften des Verfassers. 476
Die Zerstören» sollte wieder zerstört werden * *). —„Siehe hier die zarte Empstndungsart Johannesund wie sein Offenbarer dieselbe schonte. So lan-ge als das Verderben Judaa's sich nahte (in Sie-geln , Trommetcn und letzten Versuchen zur Frei-heit,) war gleichsam das traurige Andenken darannoch erträglich: Gott wählt also Bilder aus derGeschichte, sie der Seele Johannes mit höheremSinn zu beleben. Nun ist aber die Hoffnung aus :die Plagen sind ausgegossen: bei Megiddo sind siegeschlagen: das Land hinweg: die Stadt in dreiLheile gctheilt: die Wolke des Untergangs hangtdicht über ihr — und siehe! Gott decket die Scene.
unschuldig vom allgemeinen Unglück hingerissenwurden, als für die schon unter Nero und Do-mitian so heftig verfolgten Christen. Vermuth-lich eben darum, weil schon die Schüler Johan-nis unter Babel Rom verstanden und dessen Fallerwarteten, wurde die Apokalypse von ihnennicht so wie die übrigen Schriften des N. T. di-vulgirt, um sich nicht neue Verfolgungen zuzu-ziehen, auch eben deswegen ihr kanonisches An-sehen von manchem nicht cingestanden oder auchwirklich bezweifelt. Anmerk. d. H>
*) „Sie sitzt auf vielen Wassern (Völkern undSprachen), lockt an sich und verführt alle Köni-ge der Erden. Auf rosenfarbnem Thier sitzt dasWeib: ist selbst ros'- und purpurgekleidet —die bekannte Kaiser - Helden - Göttertracht desunüberwindlichen Roms u. s. f>"