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Religion und Theologie Theil 7 (1828) Salomons Lieder der Liebe. Johannes Offenbarung
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HI. Das Buch

weißen Kleide, vom rachsüchtigen Sceptcr oder derTempelsaule in jüdischen Begriffen träumet ? Undwer anders, als die schlechtem Juden, die sichJuden nannten und warens nicht, haben je insolchen Bildern ohne Sinn geträumt? und der Ewig-lebende, in so zarten Stimmen des Geistes undHerzens, sollte so träumen ? Gäben wir nur denBildern dieses Buchs die Ehre, die wir jedem Dich-ter, jedem Schriftsteller geben, ihn im Zusammen-hänge zu lesen und aus sich selbst zu erklären;würde je darüber solcher fremde Unrath gewalzt scyn ?Welcher Christ, welcher Lehrer ist, der, wenn eran Christum glaubt und den Inhalt dieser Briefeliest (von wem sie übrigens auch kommen mögen!)der nicht Schauer und Ehrfurcht, vielleicht auchetwas mehr fühlte, wenn er sich und seine Gemeineund das Christenthum seiner Zeit betrachtet.

3. Und endlich dünken mich diese sieben Briese,wie sichen Pforten des Einganges zum Buch,der Geist in ihnen ist Zubereitung aufs Ganze.Wie hier Christus überall gegenwärtig und kom-mend / freudig und drohend kommend ist, so imganzen Buche. Wie hier die Charaktere seiner Ge-stalt, nach Ort und Personen, getheilt sind, so imBuche, und finden sich am Ende zusammen. DieStimmen des Geistes und die Belohnungen, andie sie erinnern, desgleichen: sie sind das Echo desHimmels in den Herzen der Kämpfer unter Druckund Gefahren: der matte Lauser ist durch sie schonam Ziele. So deutlich und verständlich die Sym-bole dieses Eingangs waren, so werden sie's imganzen Buche seyn: sie erklären sich selbst, Chri-