I. Lieder der Liebe.
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die Krone von Allem. Man weiß, baß die Mor-genländer in der Form und dem Gebäude des Tur-bans ihre Stande unterscheiden, und so sind dieWindungen der Purpurschnecke in ihrem Haar hierdas Höchste von Allem. Man setze die Bilder undFormen in die Bewegung, die ihr gebühren, undes wird eine tanzende Göttin.
Wie Tanz einladct zu Lust und Liebe, soschwinget sich auch der Gesang dahin. Er siehet ih-ren Wuchs unter dem süssen Bilde des PalmbaumS,umfahet sie ganz und wird so innig, daß die Brautselbst ihm auf die süsse Weise der Unschuld die wol-lusttrunkne Lippe versiegelt. Eben da sein Gesangam Athem der Liebe hanget und saugt und kostetsüssen Nektar — da spricht die Braut weiter:
Süsser Nektar, der dem LiebenSanft einschleichet,
Süß dir eingeht, und die LippeReden machet im Schlaf-
Was können alle Katonen sagen, daß hier nicht un-endlich lieblicher gesagt sey, daß sie seine Lippenmit einem Druck des Fingers der Liebe schließt?„Schweige, Freund, cs ist Genuß des Heiligthums„der Liebe, du sprichst im Schlummer."
Und wie sie fortfährt: ,,Ja, Liebster, ich bin„meines Lieben und seine Lust ist zu mir; aber„komm hinaus. Hier ist kein Ohr, das deine Worte„ertrage. Dort in den Wohnungen der Einfalt,„wo noch die Natur rein und unvcrhüllet wirkt,„dort ist jczt die Frühlingszeit der Liebe. Da blüht