5s I. Lieder der Liebe.
der Sprache der Hebräer überhaupt verständlich.Roß und Wagen Israels sind ein gewöhnlicherAusdruck für Kriegsmacht, Schuz und Schirm, hel-denmäßige Bedeckung cl). Das wollte Gott seinemVolk seyn, das war Elias, wie sein Jünger ihmnachrief, gewesene); so nennet sic sich jetzt mit demveredelnden Ausdruck, daß sie es nur über einfreies edles Volk sei). Die Geschichte Salvmonssagt uns, daß er die Israeliten nicht zu Knechtengemacht hat, sondern sie „Kriegölcutc Und seine,/Diener und Fürsten und Ritter und Aufseher//über seine Knechte und Wagen" sepn lassenwird der liebende König in diese Anordnungen nichtauch seine Liebe gemischt haben? Es heißt von
ihmZ): //er herrschte weit umher/ und Hane„Friede/ daß jeder in Israel unter seinem„Weinstock und Feigenbaum sicher wohnte" unddoch //brachte er zu Hanf Wagen und Reuter/„daß er hatte tausend und vierhundert Wagen„und zwölftausend Reuter/ und ließ fie in den//Wagenstädten und zu Jerusalem" ein furchtbarKriegsheer! Konnte also auch der Ausdruck seinerLieder ohne diese Spuren bleiben? Mußte seineKönigin und Liebe nicht auch in diese Prachtspielegemischt sevn? und wie natürlich, daß sie nun anihre vorige Ruhe und Landcinfalt denket! Kurz, eS
«l) Pf. 2Y, 8. Es. 3 t, I,e) 2 Kön. 2, 1t. 12.
i Aön. g, 22. r Chron. 8, g.x) i Aon. io, 26.