I. Lieder der Liebe.
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Und seine RechteUmfaßt mich.
„Ich beschwör' euch, Töchter Jerusalem,
Wenn ihr sie weckt!
Wenn ihr sie regt, die Liebe!
Bis es ihr gefallt!"
Ich will zuerst die Verbindung und den Gang deSganzen Gesanges zeigen, in ihm liegen die meistenReize.
Es wird ausdrücklich eine treue Szene ange-ckündigt, mit dem bekannten Anfänge: //wer ist dich//die auffteigt Hier aber gehet sie nicht als Däm-merung, als süsser Rauch auf, sondern schön wiedie Sonne, Mond, Aurora» Der Strahl der Mor»genröthc bricht an, cs wird Mond, cs wird Sonne»es wird ein blinkendes furchtbares Kriegsheer.
Sie erscheint also in aller Pracht "der Liebe;aber wie? wozu?— Zuerst singend. Sie singet dasSchaserlied //ZUM Nußgarten war ich gaNgetl/"erinnert sich ihrer vorigen Landeinfalt, ihres stillen,ruhigen Lebens, als sie die Natur gepflegt, gewar»tet, geliebt und ihr nicht weiter gedacht; damalsnicht gewußt habe, daß ihre Seele/ d. i. ihrMuth und Genius sie zu der Würde bestimmthabe/ in der sie jetzt erscheinet. Da sie kriegerischaufging und vom bewillkommenden Gesänge miteinem furchtbaren Kriegsherr verglichen wurde:so nennt sie auch diese Würde kriegerisch den NÜjk-wagen ihres edlen willigen VolkS/ und der Aus-druck wird uns aus der Geschichte Salomens undHeeder- Werke >. Rcl. Lheot, VI l. D