46 1 . Lieder der Liebe.
königliche Züge; cs ist aber nur Anklang gegendas, was folgt, und was ich beinah für denGipfel des Buchs halte:
Wer ist, die anfglanzt wie das Morgenroth?Lieblich wie der Mond,
Rein wie die Sonne,
Furchtbar wie ein Kriegsheer?-
„Zum Nußgarten war ich gangen -Nach den Früchten im Thal zu sehn;
Zu sehen, ob schon der Weinstock knospe,
Ob schon die Aepfel blühn?
Und wußte nicht, daß meine SeeleMich gesetzt zum KriegeswagenMeines edlen Volks."
Kehr um, Kehr um, o Sulamith!
Kehr um, kehr um,
Wir wollen dich schaun!
„Was wollet ihr schaun an Sulamith?"
Den Tanz der Gottesheere.
Wie schön sind deine Tritte in den Schuhn/Du Tochter des Edlen!
Die Schwingungen deiner Hüsten sindWie Ketrenwerk, geschlungen von Meistershanh.
Dein Nabel ein runder Becher,
Dem's nimmer an Maas gebricht.
Dein Bauch ein Weizenhügel,
Umpflanzt mit Rose».