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Religion und Theologie Theil 7 (1828) Salomons Lieder der Liebe. Johannes Offenbarung
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I. Lieder der Liebe.

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wir so sehr hinaus sind. Die meisten Gleichnissedieser Art dünken uns daher unnatürlich, morgen-ländisch nnd übertrieben; da in Orient hintensic beinah bestimmte Sprache sind, und daher auchin diesem Liede allemal wieder kommen, wenn derThetl menschlicher Schönheit, den sie abbilden, ge-nannt wird. So sind die Augen mehr als einmalblöde Täubchen / die hinter der ^vollen schönenLocke hervorblicken ; daö Haar mehr als einmaldie Gemsen-/ die Zähne mehr als einmal dieLämmerheerde ; Natur und Wahrheit liegt in denBildern! Kann das zarte Haar, auch in sei-nem Herabfliessen, im Fall seiner schönen Locke,lieblicher geschildert werden, als im Bilde jenerglanzenden Heerde, die weidend hie und da, undwie in Flechten und Locken den schönen Gilead hin-abströmet? Die Fülle, die Weisse, die ununter-brochene Reihe, die Gesundheit und Wohlgestaltder Zahnet), kann sie ein besser Bild in der Ic-bcndigM Natur finden als von der Heerde neuge-schorner, neugewaschener Lämmer, wo jede Mutter

t) Da die Morgenländer so sehr Reinigkeit desMundes und gesunden Athen; lieben; so ist auchdeswegen für die Zähne kein besser Bild, als diencugesehorne Heerde. Was die Dollmetsch-ung eines neuen Auslegers sagen wolle, daß dieSchaafe aus der Quelle kommen und xroNibitaexotu sind, verstehe ich nicht. Man muß auchnicht fragen: gibts eine Heerde ganz gleicherSchaafe, die alle Zwillinge tragen u. dgl. Esgibt solche hier im Munde der Geliebten-