3o 1. Lieder der Liebe.
Ein Brunn der Garten,
Ein Quell lebendiger Wasser,
Die rinnen von Libanon —
Erhebe dich, Nord!
Und Südwind, komm,
Durchweh meinen Garten,
Daß seine Würzen fliessen.-
Die bescheidene Geliebte, abermals sein begeistertesLob zu enden, als ob sie es nicht verstünde, haltihn beim Wort:
So komme, mein Geliebter,
In seinen Garten
Uno esse seine köstliche Frucht.
Und er, ihr abermals nachgcbend:
Ich kam in meinen Garten,
O meine Schwester Braut!
Und brach von meinen MyrrhenUnd meinen Würzen,
Und aß von meinem HonigUnd Honigseim,
Und trank von meinem WeineUnd meiner Milch.
Nun esset, meine Geliebten,
Und trinkt, und werdet trunken, ihr Lieben-
So endet dies unvergleichliche Slickwerk von Zucht,Einfalt, Liebe und Schönheit; gelange es mir,nur einige Haupizüge davon im Geiste Morgen-lands zu verfolgen!
Die Schilderung der Gestalt seiner Geliebtenist ganz in Bildern der lebendigen Natur, aus der