I. Lieder der Liebe
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Den meine Seele liebet —
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
Ich will aufstehn nun,
Die Stadt umgehn,
In den Strassen,
In den Gassen,
Und suchen ihn,
Den meine Seele liebet;
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
Mich fanden die Wächter,
Die die Stadt umgehn:
„Den meine Seele lieber,
,,Saher ihr ihn?"
Ein wenig weiter, ihnen vorüber,
Da fand ich ihn, den meine Seele liebt.
Ich Hab' ihn und will ihn nicl>t lassen,
Bis daß ich ihn führeIns Haus meiner Mutter,
In meiner Gebahrcrin Kammer.-
Siehe einen Nacht, und Klagegcsang voll Ein-falt , Handlung, Schmerz und Freude. Welch einTappen und Suchen in der Finstcrnlß durch Näch-te und Nachtzeiten! Sie fahrt in Träumen auf,findet ihn nicht; he erträgtS nicht, mich aufstkhn,wandern durch Gassen und Strassen, und findetihn nicht. Die Wächter der Stadt, das schnelleFragen, das Vorübcrgchn ohne Antwort zu erwar-ten , sind so ängstlich; — — und da hat sie ihnendlich und will ihn nicht lassen. Der MutterHaus, der Mutter Kammer soll ihre Beute fcst-hallen und ihr nächtliches Suchen krönen — —