I. Lieder der Liebe.
r6
ihrem zunehmenden süssen Rausche Pattitt' dcr Liebe.Sie schwimmet/ sie schwindet im Meer seiner Kühle
und
Geliebten, erquickt seyn. Es ist derselbe Ausruf/der im ersten Liede da war, ,,er hat mich in seineKammer geführt," wo sie auch nur in der Ent-zückung war und sich freute. Daß Salomo inson-derheit den Ausdruck l Haus des Weins fürOrt der Entzückung, der Freude ge-liebt habe, sehen wir Sprüchw. g, b. wo dieWeisheit sogar in ihrHaus des Weins (doch nichtin den Weinkeller!) einladet. Ueberhaupt ist aberdies schöne Gemahlde so verunziert worden, daßich nicht wüßte, wo anfangen oder aufhören,wenn ich widerlegen wollte. Er soll sie in denWeinkeller führen, wo das Aufhangezeichcn, dasSchild am Wirthshause, der dicke Amor ist, wosie sich mit vollen Flaschen sättigt und noch mehrwill und endlich auf Aepfeln schlaft — O Sitten !o Sitten Morgenlandes! «Zucht! oüicbc! Kann-ten die Morgenländer densleischigtenAinor? mahl-ten sie ihn an die Fenster? die Jungfrauen, lieb-ten sie solche Häuser? und führte sie ihr Liebha-ber hinein? und wird ein Lied der Liebs, Wiedasunsrige, so etwas singen? Auch die schöne Erklä-rung : oz>,,iiKnat ine (<^ULsi piiAnis) suli vexillouinoris ist dem Texte ganz fremde. Das P a-nier der Liebe ist nichts, als das Bild desBaumes, so wie die Morgenländer Panier vonjedem hohen webenden Zeichen sagen, Und ja auchin diesem Buche das Panier so oft vorkommt.Die Liebe ist kein personisizirtes Abstraktum,
son-