14 I. Lieder der Liebe.
Und als solche beweiset sie sich sogleich. Sieunterbricht seinen Gesang, sie will nicht ihr Lobhören.
Sie lobt ihn; aber auch nur mit Einem Zug.Die Tochter der Unschuld blickt umher, und dieganze Natur um sie wird Paradies, Pallast, Braut-bett der Liebe. Die hohen CtdtM sind für sie ge-pflanzt, zu Balken ihres Hauses der Liebe: dieimmergrünenden Cypressen für sie geweihet, ewigeWände ihres Hauses der Liebe, und was ist siein diesem großen schönen Tempel?
Rose des Feldes!
Lilie im Thal!
Welche Bescheidenheit! welche Demuth! Die Eederhat Gott gepflanzt, die Eypresse „steigt wie eine„Pyramide zu den Wolken, der größte Schmuck,„den die Natur den Gegenden schenkteI) und sieist die Blume des Feldes, womit die Natur dortAlles bedeckt hat, das Veilchen, die Maiblume, diesich unter den Fristen des Wanderers verlieret. Esist unrecht, daß man hier den Zusammenhang durchsKapitel trennte und die Blume Sarcns zur größ-ten Prachtblume machte; sie ist, auch im Munde
I) Es sind dies Hasselquists Worte S. 32. 36.der noch hinzusezt, „daß man, da sie Sommers„und Winters dem Gesichte und Geruch so an-„genehm sind, in ihnen recht die grünenden Ge-„deine der Lodren sehe." Lauter Bilder alsovom unsterblichen Immergrün in diesem,Lempeld?r Liebe.