Mahl war) da duftete ihre Narde. Sir fühlteseine Gegenwart, und duftet zu ihm und duftetschöner. Auch entfernt von ihm, ist er ihrem Her-zen nah; im Myrrhetlstrausse , den er ihr sandte,kühlet er ihren Busen/ darauf übernachtend, alsdas lebende Sinnbild ihres Geliebten auch im Traumund Schlummer. — Endlich, (und das dritte Bildvollendet Alles) er ist ihr die junge Blüthentraubeaus dem Palmenhaine zu Engeddi s) nach dem
Zl Ueber die Traube Kcpher ist so viel gesagt wor-den, daß man hintennach gar nichts weiß. Unddoch ist der Name 'noch jetzt in Orient der ge-wöhnliche Name: (s. 6ol. p>. 2»H8.) die h. Sprosseselbst ist von mehr als Einem Reisenden genauund recht mir Liebe beschrieben; (s. Hassel-quist S. i 33 . 223. 22a. a 3 l. 282.) auch derGarten Engeddi (2 Chron. 20, 2. Chazazon-Tha-mar, d. i» die Beschneidung des Palmbaums,so wie Engeddi selbst von ^"0 evulir herkommt')der noch beim Josephus, Plinius und SolinuSals ein Palmenhain, nahe der Palmenstadt Jeri-cho, bekannt ist, lasset uns über die angezeigteschöne Bedeutung wohl keinen Zweifel. Has-selqu ist hätte sich also nicht wundern dürfen,warum er in Engeddi keine Cyperlraube mehrfinde, da sie nie da gewesen; noch hatte er dieRheinische Traube bey Hebron vom König Salo-mo herleiten dürfen, (s. ab6. ab?.) da in denZeiten der Kreuzzüge wohl mehr Weg vom Rheinnach Hebron war, als zu Salomens Zeiten.Kampher und Cyperöl kann man noch lieber ver-gessen; denn kurz, hier brauchls keines unbestimm-