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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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3go °VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Fi«ber seiner Phantasie oder dem Ausbruch feinerUnvernunft Raum; so muß es immer dem Staatfrei stehen, ihn als einen Kranken und Irren zu be-handeln. Ich habe in der vorhergehenden Geschichtedie schlüpfrigsten Produktionen der Wissenschaften aufihrer Stelle erklärt, gar entschuldigt; nie aber ge-rechtfertigt und immer ihren Mißbrauch, ihre schnö-den V e r a n l a ss u n y e n und Wirkungen ge-wiesen. Nun leben wir hinter einer Reihe von Zeitennicht dazu, daß wir, ohne Unterschied, den Unrathderselben verschlingen und was auf uns gekommenist, verzehren müßten ; gerade umgekehrt sind deswe-gen so manche Zeiten, Staaten und Lander vor uns,daß wir uns an ihnen spiegeln, von ih-nen das Beste Iernen und a u f's beste a n-wenden sollen. Aretin und Grccourt, Boccazund die Priapeen zu überkreffen, sollte zu unsererZeit weder Verdienst noch Ehre heißen. Heißck'salso, so ist's ein Kennzeichen, daß Koth im hohe»Geschmack uns Honig oder uns alles gleichgültig,kurz, daß an uns nichts mehr zu verderben ist.

Eine jede Wissenschaft, hat ihren Mißbrauch,nicht bloß Theorie der Religion und Gedichte. DiePhilosophie kann so deraifonniren, die Eritikso ungesittet, frech und bübisch, die Geschichte so falschund schief in der Anwendung, die Sch rifts tei-le re i so verachtet, schlecht und taglöhnerisch werden,daß es der Regierung nicht immer gleichgültig blei-ben darf, so viel Talente mißbraucht, die wahre Wis-senschaft so abnehmend, die falsche so wachsend, jenerso viel Hindernisse gelegt, dieser so viel Schlupfwin-kel eröffnet, zuletzt alle gute Wirkung der Literaturverderbt zu sehen. Sie wird dagegen steuren, wie