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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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378
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Z78 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Friede, keine Ruhe und Ordnung, bis der Occideutseine übermäßigen Kräfte im Orient verblutet hatteUnd statt des rauhey Kricgsgeistcs dersanftere Geist der Wissenschaften er-schien. Ich weiß wohl, daß er nicht allein kam, daßWeichheit der Sitten, Ueppigkeit und Entvölkerungihm bald folgte; mich dünkt aber, die Wissen-schaften an sich sind hier so unschuldig, als siees in der alten Welt waren.

Kreuzzüge und Handel hatten Europa bereichert.Italien südlich,, späterhin die Hanscestadte iw Nor-den hakten einen groben Lupus verbreitet, der auchohne Wissenschaften bei den rohesten Sittenschon da war. Nur es war ein grober Luxus: er er-setzte durch Fülle, Pracht, Uebccmaas, was ihm anGeschmack abgieng. Nun wurden Welttheile erfundenund die Reize der Ueppigkeit so ungleich vermehret; mich dünkt, der Verfass der Sitten wäre fortge-gangen, wenn auch kein Eonstantmopel erobert,keine Griechen westwärts gekommen wären. Ich seheyicht, was in der griechischen Grammatik, im Lesenund Aufsuchen alter Mynuscrixte für erster Reiz zumVerfall der Sitten und Staaten liege? Die Ankunftdieser Studien traf in Lander und Zeiten, wo ollesVerderben schon da war, ja wo es auf grobe Artsich schon mehr als Einmal selbst abgegährt hatte.Was die Wissenschaften thun konnten, war Hes-se rn, was sich bessern ließ oder sich mitverderben lassen; und es geschah beides.

Liebe war immer gesungen und geübt; in gro-ben Zeiten gröber , in seinen feiner; wenn jetzo Pe-trarc kam und sic himmlisch machte, so dünkt mich,that er den Sitten keinen Schaden. Er verfeinte