Z76 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften
geben konnte. Das Licht war zuerst schwach undtrübe; es vertrieb aber die Wolken, machte Tag, bises zuletzt auch, vom Mißbrauch ergriffen, hie und dain verderbliche Flammen ausschlug.
Wir haben dgs Christenthum hier nur als W i s-se n sc h a ft zu betrachten, als das Schimmcrlichk,das damals die Nacht durchstrahlte, und ihr, auchnur zu einiger Ruhe und Sicherheit und
Krönung, sch nsrhig war. Nur auf denSchleichwegen des Betrugs ward es Irrlicht, nur inden Händen der Räuber eine verderbliche Fackel-Wenn Theodorich durch seinen Caßiodor die Wis-senschaften befördern ließ, so gieng darum sein Reichnicht unter; durch die Beförderung der Wissenschaf-ten blühte es so mehr. Wenn Carl der Großesich der Wissenschaften annahm, so gieng darum seinReich nicht unteres gelangte eben auch durch sie,wie durch Gesetze, Handel und Siege, zu mehrererAufnahme, zu mehrerem Ruhme. Endlich das schön-ste Erempel Alfreds — wer ist, der auf sein Land,seine Regierung, in Krieg, und Frieden weiser, ed-ler, besser gewirkt hat, als Er? und er wirkte mitdurch Wissenschaften und Künste. Gegen die Nachtlaßt sich nur durch Licht streiten, Unordnung undTrägheit allein durch Fleiß und Ordnung über-winden, Unwissenheit, Aberglaube und falscher Eiferwird nur durch Aufklärung, Wissenschaft und bessereEinsicht allmählich verdrungen. Zch sehe kein anderesMittel, so wie damals und in allen Zeiten es keinenedleren Zweck giebt. Er kheilke sein Reich ein, wieseine Zeit und Einkünfte; er ordnete die Versamm-lung des Volks, wie Schulen und Klöster, gab guteGesetze, wie belehrende Schriften, und Eins half