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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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373
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auf die Regierung und umgekehrt. 3?3

te kein Blut mehr und verließ noch ungern das Le-ben, da es das Wort seines edlen Erzogenen ihmendlich nahm. Wenn stoische Philosophie schönerWorte, erhabener Sprüche und eines unwürdigen Le-hens, wenn philosophische Erziehung eines Regentenund die Regierung desselben unter den Augen seinesso reich besoldeten zufriedenen Lehrmeisters je einBrandmahl in der Geschichte haben können, habensie's hier. Und doch war die Philosophie selbst nichtSchuld, wozu Nero und Seneka sie mißbrauchten.Hakte das Ungeheuer nicht fünf Jahre löblich regiert?hatte er nicht immer sy regieren können? Am Wis-sen lag's ihm nicht.

Sowohl Athens, als Roms Beispiel zeigt also,daß, woein Staat verdorben ist, noth-wendigarzch seine Wissenschaften mitverderben müssen» sie werden theils unwirk-sam, theils wirklich mißbraucht. Unwirksam:denn die Ucppigkeit der Sitten und das herrschendeVerderben giebt ihnen kein Gehör, und so rufen siesich heiser und werden des verachteten Guten müde,und wenden sich selbst auf den Weg des Verderbens.Misbraucht: denn die sie treiben, sind Men-schen, sind Glieder im Staate. Sind einmal die Rei-ze zum Mißbrauch derselben da, wählet und treibtman sie nicht mehr zum Besten, sondern zur Ueppig-keit, zum süßen Verderben, müssen sie jetzt, statt derstrengen Tugend, schnöden Leidenschaften derer, diesie üben, und denen zu gut sie geübt werden, dienen ;so wehe ihnen! wehe dem Staat durch sie! Theileseines Lebenssaftes gehen sie mit in seine Geschwüre,in seine Krankheit über, und helfen den Tod desVerwesenden befördern. Das zeigt Rom, das zeigt