auf die Negierung und umgekehrt. 36?
Religion und stille Weisheit gab dem Staate Dauerund Einrichtung, die er sonst nicht gehabt hättenselbst die Wilden erwählen ja den verschlagensten,erfahrensten, klügsten zu ihrem Eaciquen. — —
Es will daher nichts sagen, wenn es heißt:Rom habe im Anfänge Wissenschaften verachtet undsey dadurch so groß geworden. Durch die Verach-tung der Wissenschaften ward's nicht groß, sonderndurch ganz andere Dinge. Auch ist's nicht wahr,daß es schlechthin die Wissenschaften verachtet. Eshatte ihrer, so viel cs damals brauchte: und daßes nicht mehr brauchte, daß es von Anfänge an aufden räuberischen Plan der Eroberung ausging, unddabei fast niemals, insonderheit Anfangs nicht zuAthcm kommen konnte; mich dünkt, das war wederVorzug, noch Weiskeit, noch Menschenliebe, eswar rubnssüchtige, drückende Noch. Genug, wasauch, von seiner Einrichtung an, Gutes in denStaat kam, war nicht durch Wild - und Tollheithineingekommen; Klu gIi ei t ihrer Regenten, Er-fahrung und Nachbarschaft hatte es hin-eingepflanzct.
Zweitens. Die Wissenschaften, dieim Staat waren, haben zum Bösen oderGuten bei getragen, nachdem die Zeitwar, nachdem der Staat sie duldete odersenkte; an sich aber war jede Wissen-schaft gut und jede konnte nützlich wer-den. Lykurgus, als er die Wissenschaften in Spartatheils ausschloß, theils einschränkte, hatte die Waagedes Gemeinwerths der Republik in den Han-