366 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften
Armen u. dergl. ausschloß und ein brüderlichesVolk reiner Gottcsanbeter durch politische Gesetzegründen wollte. Treffliche Wirkung seiner Wissen-schaft auf seine Gesetzgebung.
An die fabelhaften Namen Orpheus u. a. nichtzu gedenken, wissen wir, daß Weise die erstenStifter der Freiheit Griechenlandes waren,bis Ein Staat hierin dem andern folgte. Ueberle-gen dem Volk an 'Einsicht und Tugend, ge-wannen sie Macht über die Gemüther, endlich auchüber ihre Lebensweise. Die Zeit war vorüber, dacs eine Ehre war, deswegen für eine Gottheit ange-sehen zu werden; sie wollten Menschen bleiben undwurden würdige Menschen, Gesetzgeber. Wenn P y-thagoras's Schule nichts erfunden, undnichts gewußt hatte, (weil sie es etwa nicht nachunserer Weise demonstrircn (mochte) wie unendlichmehr hat sie durch ihre Gesetzgebung, durchdie Staaten, die sie eingerichtet hat, zum Wohlder Welt gewirkt, als lahme Demonstranten tauberAbstraktionen und Hypothesen! Solons Verse,waren sie auch keiner tauben Nuß wcrth fürunsere Zeiten; durch die Wirkung, die sie damalsthaten, sind sie ungleich werlher geworden, als wasjetzt beinahe geschrieben werden mag. Sie erobertenSalamin, sie verbreiteten seine Gesetze, sie tröstetenihn endlich, da seine Arbeit halb mißrathen warund Piststrarus in Athen herrschte. War nicht zuRom, dem trügerischen Rom selbst, auf einenkriegerischen Romulus ein weiser, denkenderNuma nöthig? da Rom ihn nicht selbst hatte,wurde er aus einem andern Volk geholct. Seine