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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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368
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363 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

den; hiernach ordnete er und schloß aus. SeineErziehung war nicht roh, sondern praktisch;Gesänge für Freiheit und Vaterland litt und liebteer, und vielleicht hat (außer Gefangen der Wilden)keine Poesie mehr Wirkung auf's Volk und denStaat gehabt, als Kriegsgesange eines

Lyrtaus. Als Solon Athen ordnete, warihm nicht jede Wissenschaft gleichgültig; das Schau-spiel sah er nicht vorher, cs mißfiel ihm, wenig-stens in seinem Alter. Dem Beisitzer des Aeropa-gus war verboten, ein Lustspiel zu schreiben, oderan öffentlichen rauschenden Ergötzlichkeiten Theil zunehmen. Er ordnete öffentliche Gastmahle an,verhinderte aber, daß sie geschloffene Kreise wür-den; erlaubte dem Volk, auf dem Markt zu re-den, gebot aber, die Aeltesten sollten reden, undsetzte überhaupt, Senat und Aeropagus in dasAnsehen, in welches er sie setzen konnte. Auchgegen die Redner aus dem Volk waren Rednerdes Staats geordnet; und wenn in der Folge d i eöffentliche Redekunst zum VerderbenderRepublik ward, so lag die Schuld weder an ihm,noch an der Wissenschaft, sondern an ihrem Miß-brauch und der Schwachheit des Staats,sich gegen die Schmeichler des Volks zu schützen.Es ist bekannt, daß nach dem glücklichen persi-schen Kriege die Macht des Volkes sehr erweitert,das Ansehen des Aeropagus sehr eingeschränktwurde, und daß hievon, wie vornehmlich durchden Reichthum, Lurus und Uebermuth desselben(die nicht von Wissenschaften, sondern von Siegenund 'vom Handel kamen) sich der Verfall des Staats

ansieng.