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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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362 VII. Vom Einfluß dcr Wissenschaften

ihrer Religion ging. Wenn d'Anquetil's Zenda-vesta auch nur, wie es offenbar ist, späte Liturgiedcr Perser, also Nachhall vom Nachhall Zoroastersseyn sollte; so ist noch unter der Decke dcr aber-gläubigsten Formeln und Gebote dcr Geist undZweck seines Urhebers sichtbar,die Könige zu Bil-dern seines segnenden Gottes Ormuzd, alle Standezu ihren Kindern, das Land zum belebten Garten,alle Geschäfte zu Ordnungen segnender Geister zumachen, die das Böse vertreiben, das Gute för-dern und bauen sollen." Confucius Gesetzgebungist die gerechteste Moral aller Stande:sie fängt vom Fürsten an und endet beim geringstenManne. In den despotischen Gegenden Indiens, bisnach Siam hinunter, ist das alte religiöse Vor-bild ihrer Gesetze und Regierung großund edel; am Vorbilde licgt's nicht, daß die Lan-der so tief sanken. Die älteste Ordnung Aegyptensist durch diese theologisch-politische Ge-setzgebung entstanden; in den gebildetenStaaten dcr ersten Welt war dcr Monarch, mitpriesterlichcm Anseben bekleidet oder Religion zurSeite habend, immer der erste Ordner.

Nur freilich, wo Religion gemißbrauchtward, wie sie es denn bald ward, da stiftete sie indespotischen Reichen um so mehr Scha-den. Ihr Gift batte kein Gegengift, und war sofein und drang allenthalben durch. Ward der Prie-ster selbst Schmeichler des Monarchen und räuchertedem Gott und frohnte seinen schwärzesten Leiden-schaftcg; blies er dem Tyrannen Stolz ein undRache und Wuth der Verfolgung, zu der ihn der