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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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358 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Sprüchworte geprägt, in Mythologie und Traditiongedichtet , sind von größter Wirkung, oftJahrhunderte, zuweilen ein Jahrtausend hinab ge-wesen. Sie flössen auch in die spätcrn Zustan-de der Bildung ein und dienten diesen zuH ülfsmi tteln, zu Mustern.

Nun kommt's darauf an, wie diese erstenEindrücke der Wissenschaft des chasfcn seyn, obwahr oder falsch? gut oder böse? WahreErfahrungen aus dem Leben des Vaters, wahreLehren aus seinem Munde und mit seinem Ansehenbekräftigt, können nicht anders, als die besteWirkung auf Bildung des Stammes, auf Erleich-terung und Verschönerung seines Lebens haben.So wirkten die Sprüche der sterbenden Väter, ihreLieder, ihre Gebräuche: man hielt sich an sie,wie an einen ererbten heiligen Stab, durch sieward der Charakter des Stammes gebildet. Waren die Eindrücke hingegen falsch undböse, stolz, grausam, unterdrückend, anmaßend;verwischte das Wahre in ihnen die Tradition, undeine Reihe böser Anwendungen machte das Beste inihnen zum Gifte: allerdings wurden sie sodann dieWerkzeuge p o l iti sch c n U e b el s. Ein stol-zer Stamm, der sich mit Liedern der Weissagungseiner Größe, mit Gesängen vom Vorrecht seinerVäter, mit Anmaaßungen auf Länder, Siege, dieUnterdrückung und Sklaverei anderer Stämme trug,hatte damit eine feindliche Flamme in der Hand,zu brennen, zu verwüsten. Die Lieder der Araber,die unversöhntes Unrecht, ungetilgte Schmach, Wuthund Rache athmen, sind glühende Funken in ihremBusen, die nur durch Blut und Asche verlöscht wer-