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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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364 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

stens am glänzendsten unter seinem Stifter.Eben die Umstande und überwiegenden Talente, dieihn zum Despoten machten, beförderten auch dieschnellste Acußerung derselben in Pracht, Uebermaaß,Hoheit. Die Pyramiden in Aegypten, die Gebäudeder Semiramis sind aus den ältesten Zeiten; dieRuinen Pcrsepolis gehen gleichem über alles Da-tum der Geschichte, und verlieren sich im Abgrundeder Zeit. Von Geschlecht zu Geschlecht fallt derDespotismus und wird Schwachheit, Verwirrungund Unordnung. Republiken find wie Pflan-zen, die aus Saarn enkörnern gezogen wer-den; ihre Blüthe kommt nicht am Tage der Saat.Aber sic wachsen, sie dauren, so lang ihre Lebens-kraft dauret; dann nehmen sie ab und sterben.Nachdem die Wissenschaft enger oder werter mit ih-rem Zweck zusammenhänqt, kommt sie auch frü-her oder spater zum Vorschein; meistens aberfolgt auf die Zeit der Macbt, des Glücks,der größten Anstrengung die Zeit des Anse-hen s , der R u h c, der meistens kurzen Blüthe.Dann blühen die Wissenschaften mit, mit allem,was in ihnen blühet. Kann eine glückliche Aristokra-tie der Gesetzgebung diesen Zeitpunkt verlängern,oder geht der Freistaat gar in eine sanfte Monar-chie festgestellter Gesetze über: so dauret der Flor

langer, wie die neuern Republiken, Florenz, Vene-dig, Holland, die Schwcitz, England, Schweden zei-gen; wo nicht, so ist alle Blüthe auch der Wissen-schaften schnell vorüber. Ueberhaupt scheinr's, daßdie neueren Staaten an Starke und Dauer ge-winnen, was ihnen an schneller Blüthe ab-gcht. Keiner derselben hat's in kurzer Zeit so hoch