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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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auf die Regierung und umgekehrt. 353

Mona re hie werben, aufGesetze des Staatsgegründet. Wenn aus keinem andern Grunde,so geschähe dies daher, weil zwischen Staaten vonbesserer Verfassung der Despotismus keine Stelle,keine Sicherheit findet und gleichsam sich selbst ver-nichtigt. Dies ist die Geschichte der MonarchienGuropa's in den letzten Zeiten, mithin auchihrer Wissenschaften und Künste. Siemußten erst dem Lchnregiment dienen, sodann kamauf kurze Zeit ein subtiler Despotismus, der sichimmer mehr in gesetzmäßige Monarchie auflöset.Die klappernden Räder reiben sich ab und gehensanfter: die Monarchie wird eine Oligarchie,

wo aus Schwachheit oder aus Größe der Regenten,endlich Gesetze regieren müssen und nicht Fürsten.Auch die Wissenschaften werden also den Gesetzendienen, nachdem das Wohl des Staats sie fordert:dieser wird Schulen, Akademien, Seminarien,Stande anlegon, ihnen Materie und Lehrart vor-zeichncn und sie unter sich und zum Ganzen ord-nen. Die Monarchie wird eine Pyramide werden,wo Gesetze die Basis, Wirksamkeit die Steine, Wis-senschaften der Kitt derselben, der Fürst der Gipfelist, der auf allem ruhet und ihre Weltseiten ordnet.Die Wissenschaften des Wahren und Nützlichen müs-sen also wahrscheinlich einmal obsiegen-

Jeder Staat hat seine Periode des Wer-dens, des Bleibens und des Verfalls,darnach richten sich seine Wissenschaften und Künste.Im väterlichen Regiment sind sie im Anfängevom reinsten Geiste; nachher gcht's schon in Stäm-me, Tradition, Verfälschung, Zank, oder Vergessen-heit uno Despotismus. Der Despotismus ist mei-Herders Werke z. Phil. u. Gesch. VIk. Z I>^t§cemc,i»