auf die Regierung und umgekehrt. 247
spiele, nebst den Übeln Folgen, die sie gaben, sindWarnungen in der Geschichte —
7, Am besten spricht der Regent durch allge-meine Schatzung und Belohnung. Zu ihnengehört, daß er die Wissenschaften kenne und liebe,daß er auch durch eigenen Versuch, wenigstens in derJugend, ihre Mühe kenne und zur Aufmunterungseines Geistes miteifere; der thgtigste 'Einfluß aberbleibf ihre Anwendung im Staate. Je edler,wahrer, zweckmäßiger diese ist;, desto hoher steigt derRuhm und das Verdienst des Fürsten, oft durch Ver-gleichungen von Jahrhundert zu Jahrhundert höher.Zehn Fürsten in zebn Zeitaltern können Eine Wis-senschaft schätzen und lieben;, aber in sehr verschickdenem Grade der Würde, hes Verstandes, des Glücks,des Verdienstes. Schone Wissenschaften, PhilosophieReligion, Beredsamkeit, Dichtkunst — zu asten Zei-ten Eine und dieselbe Sache; aber iy verschiedenenZeiten und Regierungen wie anders angesehen,a n ge w a n.d t, b e l 0 b nt, behandelt! Auf die-ser Laufbahn liegt der Ruhm des Fürsten: er wett-eifert mit allen guten Regierungen, die vor ihm wa-ren, um. die Talente seines Zeitalters, seines Reichsnoch besser, als jene, noch nutzbarer und edlerzu brauchen. Ein Fürst, der Wissenschaften liebt, aberschlechte Wissenschaften, dazu enge, kleinkrcisig,unedel, wird den bessern durch seinen Einfluß auf'diese gewiß schaden. Der Geschmack des Herzogsvon Orleans, als Regenten von Frankreichs Karls II.von England, Kaiser Julians u. a. breitete sich baldumher; alles, suchte Gold, liebte Kytbmahlereienund üppige Gedichte, Theurgie u. dgl. Hinter dem