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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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345
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auf die Regierung und umgekehrt. 3§5

breitet auch auf andere, insonderbert nachbarlicheWissenschaften, Würde und Licht ans;, zuletzt wer-den auch, wenn auch nur dem Contrast zu entgehen,die Ecken lichter. Der ganzen S c b r i ft ste! l e -r e y eines Landes ist's Vortheil, wenn sie Schrift-steller von anerkannten Verdiensten auch im thäiigcnLeben gehabt und insonderheit frühe gehabt hat: sie

haben ihren Geist den Schriften eingepräget und die-se werden Muster. Engländern, Jtgliänern undFranzosen, noch mehr aber Griechen und Römernhat's gewiß nicht geschadet, daß die würdigsten Män-ner ihrer Regierung auch geschrieben und zum Lhcildie Handlungen ihres Lebens selbst verfaßt haben.Ich weiß es wohl, daß vorzüglicher Geist nichteben an vorzüglichen Stand gebunden scy und oftmit demselben wunderbar kontrastirean vorzüglicheGeschäfte aber sollte er gebunden seyn und diesesollten im Staate und in der Wissenschaft vorzügli-chen Stand geben. Es ist nicht das beste Zeichen,wie in Deutschland Wissenschaft und Regierung miteinander stehen, daß jene dieser so verächtlich ist undsich für Hochachtung nicht zu lassen weiß, wenn derMacenat sich herunter läßt, ein Blatt oder ein Buch< zu schreiben. Zn andern Ländern ist eine Skla-venmicnc der Art unerhört; wenn ein Minister undCardinal schlecht schreibt, so hat ein Minister undCardinal schlecht geschrieben.

6. Ohne Zweifel ist's noch eine größere Auf-munterung der Wissenschaften, wenn der Fürstselbst Beispiel giebt; allein fast ist dasBeispiel zu Hoch, zu theuer. Freilich, wenn derHimmel, wie in Cäsar, Marc-Antonin, Friedrich