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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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332 VII. Vom Einfluß-der Wissenschaften

des fremden Unkrauts gleichsam auf feiner Wurzelleben-*)

Aus dieser Weisheit einschränkender Gesetzefolgt aber nichts minder, als blinde Dummheitin Verwerfung alles Neuen und Nützli-chen, was nicht nach unserm Hirn ist, kurz, In-quisition. Diese nimmt nicht den Staat, son-dern ganz etwas anders zur Meisterin ihrer Censur,zur Regel ihrer Unterdrückung an; und meistens istsolches Popens äulwsss, die bleierne Göttin mitvecschloßnen Augen. Auch ist's ein großer Unter-

*) Wir gestehen, daß die hier vorgetragene Lehrenicht ohne Bedenklichkeiten scheint. In einemStaat, wo nicht eben immer die erhabensteWeisheit mit großer Kraft herrscht, wer wirdentscheiden, ob nicht alles, was über die Ge-meinheit (Vulgarität) sich erhebt, entbehrlichund insofern gefährlich ist, als die Gehorchen-den dadurch klüger werden könnten, als dieBefehlenden. Die vorherrschende Caste, sey sieadelich oder geistlich oder büreaukratisch, wirdgegen alles Liberale viel einzuwenden wissen.Eine gute und wachsame Regierung darf(glauben wir) Freiheit gestatten; sie soll abernicht geschehen lassen, sondern leiten,so daß dem Blendwerk des Jrrthums nicht einVerbot entgegengesetzt werde, sondern die un-überwindliche Kraft wohl dargestellter Wahrheit.Hiezu werden die Mittel nie fehlen, wenn siedie ersten Köpfe sich als Freunde und Gehülfenassociirt halt. Müller.