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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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.')i8 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Pedanten den Regierungen selbst verächtlich. Esversteht sich, daß dies nicht allgemein und ohneAusnahmen gesagt sev. Jedes Feld der Wissenschaf-ten behielt seine würdigen Männer und in den Lan-dern, wo das erneuerte Licht spater hindrang, be-hielten sie auch langer ihr Ansehen, ikre Wirkung.In Republiken langer als in Monarchien, in Län-dern , wo man eben nicht das Feine liebte, längerals in Sitzen üppiger Kultur. In diesen, sobaldman merkte, daß man der Gelehrten nicht nöthighabe, setzte man auch die Gelehrsamkeit herunter:sobald man innc ward, daß man ohne Religionwitzig seyn könnte, ward der Priester wiederum alsPfaffe behandelt. Unglücklicher Weise war die Re-formation (ich will nicht untersuchen: durch wessen

Schuld?) nur auf halbem Wege stehen geblieben:man hatte reformirt, aber nicht ganz, und wirklichhie und da zu keinem Endzweck. Die Mangelmußten bald in's Auge fallen, und da die Regie-rungen das Ihre getban hatten, überhaupt auch dererste Stoß vorbei war: so vergalt man die vorige

Hitze jetzt mit Külte. Man ließ die Gelehrten zan-ken, die Pfaffen düputiren, die Pedanten lesen undschreiben; man dünkte sich weise und klug ohne sie,ja man verachtete sie in Geschäften und verlachte siein der Gesellschaft. Da sie aus oben angeführtenUrsachen einmal so tief im Staate gesetzt und so un-wirksam gemacht waren, so sanken sic immer tiefer,zu mehrerer Unwirksamkeit herunter. UnglücklicheKriege, (angeblich der Pfaffen und Religion wegen,mit der doch viele Wissenschaften verwebt waren),kamen dazu und so entstand das Jahrhundert derPednnterei, der Zänkereien, der politi-