.Huf die Regierung und umgekehrt. 3l7
auch Gesetze, Einrichtungen gemacht werden muß-ten i wie anders jetzo, da solche Bande erschlafft,solche Abzirkungen minder nvthig sind und Frei-heit, Nutzbarkeit, Wahrheit allein dieGrazien seyn dürfen, deren Reihen die Wissenschafteinschließt. Besserten wir jetzt mit dem Eifer, demFeuer, mit dem man damals allenthalben besserte:wir waren weiter, statt daß, jetzt uys oft dasRuhm würdige jener Zeiten Hinderniß an Ruhmund am Verdienst wird. '
b. Vom Einfluß der Regierung in dieWissenschaften nach Wiederauflebungder Literaten!.
Wie alle Fermente abgahren, und alles Unterdem Monde wechselt: so auch die starken Antriebe
für die Wissenschaften von Seiten der Regierung.Mit der Zeit fand man, daß man hie und da imUebermaaß bewundert hatte, daß Eiceronianer deß-wegen noch keine Ciceronen, Commentatoren derGriechen und Römer, dcßwegen noch keine Griechenund Römer waren. Die Kritik artete mehr undmehr in Streitigkeiten, die Kunst in Nachahmung,nutzbare Wissenschaften in bloße Gclcbrfamkeit, so-genannte Reformationen in schädliche Sektircreien,in Unruhen und Wortkricge aus; die Gelehrtenmachten sich also unter dem Namen ungesitteter