auf die Regierung und umgekehrt. 287
ganzen Griechenlands aus. Die Spiele selbst gabenGelegenheit zu Gesang und Künsten: den schönstenlyrischen Kranz, den ein Grieche getragen, hat gleich-sam die gcsammle Hand Griechenlands geflochten.So viel Städte, so viel Sieger und ihre ewig ruhm-würdige Geschlechter, so viel Götter und Helden, diemit diesen Geschlechtern verwebt waren, sind Blätterund Blumen dieses Kranzes. Wer giebt uns einOlympia und seine Spiele und seine Siege und dasdabey versammelte Griechenland und sein Interesse,seinen Ruhm, seine Sprache wieder? selbst ein dickesLhcbe wird alsdann einen Pindac nicht versagen.
Aus allem, was gesagt ist, erhellet, daß Grie-chenlands eigenste Wissenschaften und Künste, in de-nen keine Zeit sie überlreffen hat, in denen sie setztüber zweitausend Jahr alle Zeiten und Völker über-lroffen haben, Töchter ihrer Gesetzgebungihrer politischen Verfassung, insonderheitder Freiheit, der Wirksamkeit zum ge-meinen Besten, des allgemeinen Ster-bens und Miteifers gewesen. Ich schließe Na-tionalcharakter, Sprache, Klima, Lage, Zufalle derGeschichte und manches Andere nicht aus; alles dießward schon erfordert, die griechische Verfassung zugründen, es floß mit ihr zusammen und stand ihrtreulich bey. Jndeß zeigt die Geschichte, daß, sobaldFreyheit dahin war (Sprache, Klima, Genius desVolks, Fähigkeiten, Charakter blieben!) so war derGeist der Wissenschaften wie verschwunden. IhrePoesie war hin; das Theater ward leere Zeitkürzungdes überwundenen, muffigen Volks. Demostheneswar ihre letzte Stimme der Freiheit: Aristoteles und