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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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284 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Volk sollte über Freiheit geschmeichelt werden undso ward die Tragödie Tyrannenwürgerinn, Rednerinnder Freiheit. Es sollte an alten Helden, und ihrenThaten und Schicksalen genährt, gebildet, seine grie-chischen Vorzüge und Stammeshcrrlichkeit fühlen:darum lebten diese ihre Geschlechtssagen so prächtigauf der Bühne. Als Religionsfeierlichkeit war sieentstanden; in kurzem ward sie Bedürfniß des müs-sigcn, nach Ergötzung dürstenden Staats. Handelund Wohlstand blühten in Athen und sollten nachdem Plan des Stifters darinn blühen; mithin zogenalle Lustbarkeiten, Musen und Grazienein, die gebohrnen Liebhaber der Musik, des Tanzes,des Gesangs, der Freude zu vergnüge». Ob Solongleich, der selbst em Dichter war, sich über das ersteSchauspiel, das er sah, unwillig bezeigte und seineÜbeln Folgen prophezeihte: so lag doch der Grunddavon in seiner Verfassung und in der Naturdes Volks. Ein athenicnsisches Theater kann ehernicht, als unter ähnlichen Umständen wieder werden

Die Philosophie der Griechen sproßte imUmgänge, in Kreisen attischer Gesellschaft und hicngmit ihrer Rcdnerey, Sophistik, Staatskunst, Poesieund Deklamation nahe zusammen. Bekanntermaßenführte insonderheit Sokrates die Weisheit der Red-ner, Poeten und Sophisten seiner Zeit von ihrer Hö-he herunter: sein Genius der Ironie und guten Ge-sprächslaune entkleidete die Bühne von ihrem Pan-zerschmuck, die Redner von ihrem Geschwätz, dieSophisten von ihrer falschen Staatsweishcit, um dasVolk, (die Kreise von Jünglingen, die Hauser, inLenen er sprach), wahre Volks- und Lebensweisheit