auf die Negierung und umgekehrt. 277
kommt. Seine Vorrede fängt mit dem schönstenHymnus auf Gott und mit Fabeln an, in denenseit den ältesten Zeiten die Morgenländer so einzigwaren; sie endiat aber mit einer Dedicalion „an„Abubekr, den Sohn Sadi, den König, der in der„Welt der Schatte Gottes, König aller Könige, der„Gewaltigste unter den Völkern, Beherrscher der Er-„de und des Mcer's, Erbe vom Reich Salomo" —und noch viel mehr ist ; welche Dedication mit demwas er sonst von seinen Lebensumständen anführt,vieles in seinem Buch aufschließt. Wer in allerWelt den Hymnus, die Fabel, das Bilddas Spruch wort, die feinste Räthselweis-heit u> dgl. suchen will, wird sie unter solcher Re-gierung finden. Hier blühn die gewürzreichsten Blu-men unter den dickesten, breitesten Blättern: hier
strebt die Eeder und der Palmbaum neben dem Dornund Usop empor und um sie her ist weite Wüste.-
Der reinste Despotismus sollte wohl nach Ab-sicht des Gesetzgebers die jüdische Theokratiewerden; ihr Führer errettete sie ja eben aus demGluthofen der Dienstbarkeit Aegyptens und gab ih-nen Gesetze gottesdienstlicher Verfassung, um siekünftig für Tyrannen und Pharaonen zu bewahren.Der Gott ihrer Vater ward König, der oberste Prie-ster sollte sein erster Diener seyn und das Volk Got-tes Knechte und Kinder. Es ist nicht zum Idealdieser Verfassung, mithin auch nicht zur Wirkungderselben gelanget; da indessen der Plan Mosesdoch nicht ganz verworfen werden konnte und selbstunter den Königen, (die durch ihn nicht eben auf-kommen sollten) Stückwerk bleiben mußte: so sehen