auf die Regierung und umgekehrt. 271'
khcuer in Mrtth und Liebe, wunderbare Erzäh-lungen, die ihre Wüste und Einsamkeit, ihr Hin-»nd Herzieyen, ihre Entfernung von einander, ihrGeschäft, ihre Lebensart so sehr begünstigt. Es istwunderbar und fremde, wenn ein gelehrtes sitzen-des Volk aus lieber Muße und langer Weile ihnenhierin nachahmen oder zuvorkommcn will, da wedervon außen noch von innen etwas in ihm diese„S tam m e s w i ss en sch aft und Dichtkunst"will oder fördert-
Die Sprache der nordischen Jagdnatio-nen, die ebenfalls ihr Clima in solchem Zustandefest halt, ist bekannt genug in ihren Gesängen undReden; und nicht minder mit ihrer Verfassungeinig. Was kann in ihr gedeihen, als Krieges-tanz und Blutgesang, Wort des Füh-rers und Heldenlied der Vater? Vielleichtwaren die Gesänge der alten Deutschen ihnen ähn-lich: so wie die Seele aller ziehenden Streitnationenin solchen Liedern gelebt hat. Die nordischen Völ-ker, zu Lande oder auf Schiffen kampfend, wußtenvon keiner andern Literatur, als von Abemheucrndes Muths und der Liebe. Sie mögen viel oderwenig von Ausländern angenommen haben, derStamm ihrer Dichtkunst und Mythologie liegt inihrer Verfassung, in ihren Sitten, in ihrer -Negie-rung. Selbst die Eeltische Poesie, so zart und feinsie ist, (vielleicht durch Maepherson geworden) isthievon Zeuge: sie ist Poesie der S tam m e, derGeschlechter. Ihr Fingal ist Held und An-führer, aber auch Liebhaber, Bräutigam, Gemahl,Freund, Vater: Oßian ist Krieger, aber auch <Äohn