der eigenen Zukunft. 267
Th. Was bringt man nicht aus der Fremde?Nicht nur Gold und Schatze; sondern auch Äffenund Seltenheiten. Uebcrdem ist's unwahrscheinlich,daß Pythagoras von dieser Lehre den Gebrauch ge-wacht, den die spaten unachten Pythagoraer mach-ten. Auch Er redete von einem Tartarus und Ely-sium, wie andere Weisen und Dichter der Griechen;und überhaupt weiß man von dem wahrhaftig-gro-ßen Mann zu wenig, als daß man insonderheitüber seine Einkleidungen und Svmbole urtheilenkönnte: man sieht ihn nur durch das Gewand derFabel. —
Und ach! Freund, — Pythagoras oder nichtPythagoras — Was brauchte es so vieler Wider-legungen und Gründe, mit denen auch Wir dieZeit verschwendet haben? Fragen Sie Ihr Herz,und die Wabrheit, die in ihm wohnet. WennSie vor die Statue eines hochherzigen Apollo treten,fühlen Sie nicht, was Ihnen zu der Gestalt fehlet?Können Sie sie je hier erlangen, und kann sich IhrHerz in derselben freuen, wenn Sic auch zehnmalwieder kamen? Und das war nur die Idee einesKünstlers, der glückliche Traum eines Sterblichen,den unsere enge Brust auch umschloß! Wie? derallmächtige Vater sollte keine edleren Gestalten füruns haben, als in welchen hier unser Herz walletund ächzet? — Unsere Sprache, alle Mittheilunqunserer Gedanken, was ist's mit ihr für ei» Flick-Werk! Auf d.er Spitze unserer Zunge, zwischenGaum und Lippen, in einigen buchstabirlichen To-nen, soll unser Herz, unsere innigste Seele schwe-ben, und sich einem andern von daher so mitlhci-Herders Werke z. Phil, u. Gesch. VIl, 9i