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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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VI. Ahnungen

len, daß er uns fasse, daß er den Grund unseresInnersten fühle ? Leeres Streben! armselige Pan-tomime in einigen Lustschwingungcn und Geberden!Die Seele liegt wie ein siebenfach Gefesselter imKerker, und kann nur durch ein festes Gegitter,durch ein paar Licht- und Luftlöcher hinaussehen,hinausathmen. Und immer sieht sie die Welt nurNon Einer Seite, da Millionen andere dg seynmüssen, die, sobald wir mehrere und andere Sin-ne hatten, sobald die enge Hütte unseres Körpersmit einer freieren Aussicht wechselte, auch voruns, auch in uns lagen. Und wir wollten ewigzufrieden seyn mit diesem Winkel, mit diesem Ker-ker ? Welcher Unglückliche, dcr's schon zeitlebenshier seyn muß , schrankte feine Wünsche dahin ein,nur seiner Bürde los zu werden, ohne Gefühl undHoffnung eines Ersatzes dafür, daß er hier so zu-rückgehalten und getauscht worden? Wenn wir,selbst an den seligsten Quellen der Freundschaft undLiebe, hier oft so durstig und krank lechzen, su-chen Vereinigung und finden sie nie, betteln All-mosen von allen Gegenständen der Erde, und sindimmer arm, immer unbefriedigt, finden endlich,daß alle Erdenzwecke und Erdenplanc nichts sindeitel! eitel! fühlen das und fühlens täglich:welche edle freie Menschcnseele hebt sich nicht empor,und verachtet ewige Hütten und Wanderplatze imKreise der Wüsten hienieden!

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