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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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der eigenen Zukunft.

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Eharikles, daß uns noch jetzt diese Lehre nöthig oderangemessen seyn sollte?

C h. Manchmal wäre der Glaube an sie viel-leicht nicht übel. Wenn der Grausame, der einenarmen Hirsch zu Tode quält, in dem Augenblickvon einer lymphatischen Ahnung ergriffen, dachte:so wird'» dir gehen! Deine Seele soll in denHirsch fahren und auch so zu Tode gequält werden!''vielleicht erstickte er die freudenlose Brutalität insich.

Th. Ich zweifle, mein Freund, da der un-mittelbare Anblick des leidenden Geschöpfs sie nichtzu ersticken vermag. Für uns, dünkt mich, hatdiese ganze Seelenwanderung ihren Stachel verloren.Wenn ich als Mensch nicht gut.bin, werde ich'sals Tyger werden? da es sodann meine Natur ist,zu seyn, worein ich verwandelt wurde. Bin ichverdammt, Gras zu fressen, wie ein unvernünf-tiger OchS: wie werde ich in diesem Zustande an-fanqcn, meine Vernunft besser zu gebrauchen, alsich sie, da ich ein Mensch war, gebrauchte? Gotthat mir selbst die Augen verbunden, und das Lichtdes Verstandes genommen; und ich soll besser sehenlernen? Soll meine Degradation Büßung seyn inden Augen des grausamen willkührlichen Richters,so sey sie es! Besserung aber, vernünftigmoralischeBesserung in mir wird sie nie, weil mir ja beisolcher Degradation das entnommen ist, was michallein bessern könnte. Wird man nicht eher gegenden Gott erbittert, der, weil man die Augen nichtrecht gebraucht hat, sie uns nun raubet, und weilman sein Herz nicht zu rechten Empfindungen ge-