der eigenen Zukunft. 247
den und Klaffen der Belebung dienet — sie würdeihren Hcrrscherstab fallen lassen, und ihrem Thronentsinken. In meinen Adern, in den feinsten, mirzugctheiltcn Gefäßen, wallen diese zu Höherem Lebenhinauf, wie sie, durch so mancherlei Gange undZubereitungen getrieben, aus der ganzen Schöpfungin mich wallten. Ich bereite sie weiter, wie allessie zu mir bereitete: keine Zerstörung, kein Todist in der Schöpfung, sondern Auflösung, Entbin-dung, Läuterung. So arbeitet der Baum mit sei-nen Aesten und Gliedern den Soft der Erde undder Luft, das Feuer des Bodens und des Himmels,zu seiner Natur, zum edleren Safte sein selbst undseiner Kinder. Seine Blätter saugen und machenfruchtbar. Zedes Blatt ist ein Baum, formirt aufeiner grünen Flache, in einem dünnen Gewebe, weildie Schöpfung nicht Raum hatte, sie alle als, völli-ge Baume hervorzubringen. Aus jeher Knospe, anjedem Zweige dränget sie also Baumesgeister hervor:die vielgebahrende Mutter Erde bekleidet sich mitgrünem Leben: jede Blume, die sich aufschließt,ist eine Braut, jeder blühende Baum eine großeFamilie von Leben. Das Reich der Thiere, unserestummen Mitbewohner, zerstört tausend Formenniedrigerer Art, um seine höhere Formen zu besee-len: der Mensch endlich, der größte Ausarbciterund Zerstörer der Schöpfung, er gibt und nimmtLeben, er ist, ohne daß cr's weiß, das Ziel seinerniedrigen Mitbrüder, nach dem sie vielleicht alle un-vermerkt gefübrt werden. — Schöner rudernderSchwan! in welch' glanzendes Element hat dichdein Schöpfer gesetzt, dich selbst zu lieben und zubewundern! Mit deinem schöngebogenen Halse, in