246
VI. Ahnungen
Sonne und Mond dasteben. Wir überglänzen, wirverdunkeln die rindern Gestalten, führen sic aber ineinem für uns selbst unübersehbaren Chor gewißweiter. O Freund, würde uns ein Auge gegeben,den glanzenden Gang dieser Gottesfunken zu sehen!wie Leben zu Leben fließt, und immer gelautert,in allen Adern der Schöpfung umher getrieben, zuhöherem, reinerem Leben hinaufquillt — welch' eineneue Stadt Gottes, welche Schöpfung in der Schö-pfung würden wir gewahr werden! Von dem erstenAtom, dem unfruchtbarsten Staube, der kaum nochdem Nichts enrrann, durch alle Arten der Organi-sation hinauf bis zum kleinen Universum von al-lerlei Leben, dem Menschen, welch' ein glanzen-des Labyrinth! Aber der menschliche Verstand er-blickt's nicht, er siehet nur die Dinge von außenier siehet Gestalten, nicht wandernde, sich cmporar-beitende Seelen. Das innere Triebwerk der Natur,ihre lebendigen Räder und athmenden Kräfte — fürzu großem Glanze ist es ihm , das Reichder Nacht, die verschleierte Hülle ungebvrner.ewig sich fortgebährender Leben.
Llas! onr Zigbt's so iU
tsiat rliiugs vvbieli solltest rnovs, seem to stsnll
still.
— Ich darf mich also nicht verhüllen vor dir,großer Pan, ewige Quelle des Lebens, du hast michin mich selbst verhüllet. Kenne ich doch die Weltvon Leben nicht, die ich meinen Körper nenne.Ohne Zweifel würde meine zu schwache Seele, wennsie das unzahlbare Heer sähe, das ihr in allen Gra-