der eigenen Zukunft.
241
Th. Mich dünkt, viel. Der Thierfabcl fehltzur Menschenfabel nichts, als die Se n t e nz, derallgemeine Satz, die L c h r e- Der so be-stimmte, sichere, lehr- und kunstreiche Thiercharaktcrbekommt das Fünklein Licht, das wir Vernunftnennen, und der Mensch ist da. Er ist da, umaus seinem vorigen Thiercharnkter sich nun Lehre,Unterricht, Kunst zu sammlen, sich seinevorige Lebensweise mehr oder minder zur Anschau-ung zu bringen, und, wenn cr will, daraus klugzu werden. Er soll als Mensch bas weise und gutordnen lernen, was er als Thier kann, mag undwill. Mich dünkt, das ist die Anthropogenesie, undPalingenesie der Thiere zu Menschen.
CH. Das Bild ist artig: aber die Sache?Sollte es so gewiß seyn, Theages, daß jeder Menscheinen Thiercharaktcr habe?
Th. Zweifeln Sie daran, so sehen Sie Men-schen, zumal Menschen in Leidenschaft odcr mitstarker Leidenschaft, in's Antlitz; betrachten Sie,wenn diese nicht bemerkt werden, ihre Lebensweiseund die scharfunterscheidcnden Striche ihres Cha-rakters ; es wäre sonderbar, wenn Sie nicht schonder Bildung, der Miene, den Gebehrden nach,noch mehr in der fortgchenden Handlung ihres Le-bens, den Juchs, den Wolf, die Katze, den Ty-ger, den Hund, den Hamster, den Geyer, den Pa-pagei, und wie das ehrliche Gefolg aus der ArcheNoah weiter heißt, bemerkten. —
Th. Sie scherzen. Bisher habe ich die ganzeHypothese nur als ein Spiel beim Nachtisch ange-sehen , da man sich mit der Serviette bis o-xclu ivs-Herders Werke z. Phil, u, Gesch. VH. Ä.