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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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VI. Ahnungen

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Th. Ich, mein Freund, schäme mich meinerHalbbrüder, der Thiere nicht; vielmehr bin ich inAbsicht ihrer ein großer Secleuwanderer. Ich glau-be gewiß, daß sie zur Stufe höherer Wesen hinauf-klimmcn, und kann gar nicht begreifen, wie mandieser Hypothese, die den Zusammenhang der ganzenSchöpfung vor sich zu haben scheint, noch etwas inden Weg legt.

C h. Nun sind Sie auf rechtem Wege.

Th. Ich bin, was diesem Punkt betrifft, im-kner darauf gewesen; erinnern Sie sich, daß Sie ge-stern selbst davon ablenktcn, Können Sie die Acso-pischc Fabel leiden, Charikles?

C h. Sehr, aber wie kommt die hieher ?

Th. Weil ich sie wie den Kompaß ansche, deruns zeigt, wie wir zu den Lhiercn stehen. Sammt-lich und sonders spielen die Thiere noch ihre Fabel >und Aesop, der größte Philosoph und Sittendichter,hat uns ihr Spiel nur vernehmlich, ihre Charakterenur sprechend für uns gemacht: denn für sich spre-chen und handeln sie unaufhörlich. Und wissen Sie,was der Mensch bey dieser fortgehenden Thierfabclist? Nichts, als der allgemeine Satz, dieMoral der Fabel, di« Zunge in der Waage.Er nutzt die Schöpfung, und also auch alle Charak-tere der Thiere. Sie handeln vor ihm: er laßt siehandeln und denket. Sein,die Fabel lehrt"muß er alle Augenblicke wiederholen.

C h. Und dies thate etwas zE .Seelenwande-rung der Thiere?

LH.