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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
229
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der eigenen Zukunft. 22g

hen Sie denn die Erde ? Wenn Sie in einer andernMenschengestalt freier, weiser, glücklicher leben kön-nen, und so immer weiter im innern Zustan-de hinaufgehn: was kümmert Sie Ort und Scene?Sey's dort oder hier Welt Gottes ist GottesWelt, Schauplatz ist Schauplatz. Auch unsere Er-de ist ja ein Stern unter Sternen.

Th. Wohl! mein Freund; aber wie weit laßtsich denn in unserer Menschheit hinaufklimmen? Istnicht ihre Sphäre so enge begranzt, so kothig undstaubig wie dieser Stern selbst ist? Auch das besteHerz ist und bleibt immer ein Menschenherz, Kör-per bleibt Körper, und Erdenleben ein Erdenlebcn.Die Armseligkeiten der Geschäfte, der so unnützenund doch so nöthigen Lebensmühe, kommen wieder.Die Lebensalter mit ihren wechselnden Unvollkommen-heiten kommen wieder. Auch in guten Eigenschaftenbleibt der Menschenstamm hienieden immer in seinebeiden Geschlechter verthcilt, die einander gegenüberauf einer Wurzel stehen, sich einander umschlingenund kränzen, nie aber Ein' und dieselbe Vollkommen-heit werden können im Menschenleben. Was daseine hat, fehlt dem andern, was Ein Mensch hat,fehlt dem andern. Geburt, Stand, Klima, Erzie-hung, Amt, Lebensweise, hindern und schranken un-aufhörlich ein. Nur wenige Jahre wächst ein Mensch,dann steht er still, oder nimmt ab und geht rück-wärts; will er im Alter Jüngling seyn, und anderenachahmen, so wird er lächerlich, so wird er kindisch.Kurz, es ist eine enge Sphäre, dies Erdenleben;und wir mögen's machen, wie wir wollen, so langewir hier sind, ist ohne größeren Schaden, und denvölligen Verlust unserer selbst, der Enge nicht z»