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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
230
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VI. Ahnungen

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Entweichen. Aber einst, wenn der Tod den Kerkerbricht, wenn uns Gott wie Blumen in ganz andereGefilde pflanzt, mit ganz neuen Situationen umgiebt haben Sie nie, mein Freund, erfahren, was eineneue Situation der Seele für neue Schwungkraftgiebt, die sie oft in ihrem alten Winkel, im ersti-ckenden Dampf ihrer Gegenstände und Geschäfte,sich nie zugetrqut, sich nie derselben fähig gehaltenhatte

E h. Wer wollte das nicht erfahren haben?Ebe« daher schövfte ich ja den erquickenden Trankdes Stroms Lethe, mit dem mich auch schon aufdieser Erde meine Palingenefie wieder verjüngte. Ichfühle wie Sie, daß trotz alles Slrebens und Bemü-hens der Kreis der Menschheit un ü b e r ste i g l i c h,und ihre Natur in feste Grenzen geschlossenbleibe. Hier auf der Erde wachst kein Baum in de»Himmel: gewisse Flecken, die man einmal angenom-men, lassen sich mit allen Strömen der Welt nichtmehr abwaschcn, manche Schwachen und Unvollkom-menheiten in gewissen Jahren kaum mehr kennen,geschweige denn ab legen. Oft verwechselt man nurdie gröbern mit den gefährlichen feinern: das ist al-les wahr. Auch sehe ich's sehr wohl ein, daß indem engen, sich immer wiederholenden Rundlauf desErdenlebcns so gar viel eben nicht heraus kommt:cs ist so viel unnütze Mühe, und aus der erneu-erten Mühe so wenig n e u e Beute. Die Schran-ken , die Sie eröffnen, sind allerdings größer: dasFeld, zu dem Sie cinladen, ist unendlich dieSchaar aller Welten, die auf meinem ewigen Wegezur Gottheit liegen. Aber, mein Freund, wer giebtmir dahin Flügel? Es ist immer, als wenn mich