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VI. Ahnungen
der Menschheit noch nicht reif geworden ist, wird nocheinmal in den Ofen gethcin, und muß endlich ausge-brannt werden. —
T h. Und wenn er darüber verbrannt würde ?Die Form der Menschheit ist so enge: der Platz, obman hie oder da, Purpur oder in Lumpen stehe, thutso wenig zur Sache, und wer in der Einen Trachtnicht rechtschaffen werden will, wird's in der andernschwerlich werden. Wenigstens muß er's nicht wer-den dürfen: sonst ist alle Moralität freier Hand-lungen hin, und der Mensch wird geworfen wie einStein , gestoßen wie ein Erdklos. Sehen Sie, wo-hin abermals die Hypothese führe? zu einer fatalenNothwendigkeit, die alles Streben und Ringen nachGlückseligkeit, Schönheit, Tugend in jeder Gestalt-unter jeglicher Larve ermattet, und uns in Ker-ten des blinden Gehorsams an den Wandelgang desSchicksals bindet. — Aber, wir haben im engenZimmer genug geschwatzt, und deswegen hat unserGespräch auch'so enge und metaphisisch werden müs-sen. Sehen Sie die schönbestirnte Nacht! und dortgeht der Mond auf — mich dünkt, wir wandernmit Seel' und Körper aus der metaphysischen Luftin die freye Natur hinaus. —
Sie giengen hinaus, und in kurzem verändertesich der Ton des Gespräches! Die heilige Stille^die die Nacht um sie verbreitete, die Hellen Himmels-lichter, die als Lampen über ihnen aufgehängt schie-nen, auf der einen Seite einige Schimmer der Abend-röthe, und auf der andern der hinter den Schattendes Waldes sich sanft erhebende Mond — wie er-hebt dieser prächtige Tempel, wie erweitert und vec-