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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
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der eigenen Zukunft. 221.

ihm allein der schwache und stolze Mensch wider-streben?

Th. Freilich wäre er schwach und stolz, wen»er ihm als Baum, als Blume, als Tag widerstreb-te; aber es in keins von Dreien und auch dieseDrei kommen nicht wieder. Der Baum stellt ein-gewurzelt in der Erde, und hat er, wie ich nichtzweifle, ein Leben, so ist's doch immer nur dererste Keim eines niedrigen Lebens. Dies muß erlange auswirken und lange auf seinem Drt stehn.Jedes Jahr ist ihm nur Ein Tag, der Frühlingsein Morgen, sein Schlaf der Winter. Er mußausdauren, viele Blätter, Blüthen und Früchtezeugen, die der Luft, den Thieren, dem Men-schen, der ganzen höheren Schöpfung dienen. Nunwird er allmahlig alt und stirbt: was jetzt um ihnhecvvrgrünt, ist nicht Er selbst, sondern seineKinder. Wo seine Lebenskraft und sein Lebenshauch,in Duft, Blüthen, Blättern, Früchten hin sey?wissen wir, oder wir wissen es nicht; ins Reichverarbeitender Kräfte kann und soll unser Blick nichtreichen. Der Baum gehört also nicht in ihre Pa-lingenesie: er wandert nicht, sondern verlebt sich,

als eine Welt wandelbarer, nie wiederkommendcrBlätter, Blüthen und Früchte. Die Blume ebenalso, und das Gleichnis des Tages,,der ja nie wie-derkehret, war ihnen ohne Zweifel nur Glcichuiß.Sie sind also im Lauf der Natur ganz ohne E x-empel: und denken Sie, der Mensch, der Menschallein sollte dieses Exempel eines Jxivnisch-Tantali-schen Danaiden - Schick-'als seyn? Ein Exempel ohneExempel, ja beinahe ohne Absicht.