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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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VI. Ahnungen

let ab, fleucht wie ein Sc batten undbleibt nicht. Das ist sein Schicksal.

CH. Trauriges Schicksal!

Th. Traurig und tröstlich, genug cs ist seinSchicksal. Sehen Sic das menschliche Leben inseiner ganzen Zusammenordnung an, ist's nicht,als ob Ihnen alles in ihm zuriefe:Gottlob! ichmuß nur Einmal gelebt werden." Der Morgen un-serer Tage, die Knospe unseres Erdedaseyns, wiebald verwelkt die Knospe, wie bald ist der Morgenvorüber! Nun wird der Tag schwül, cs folgt dieZeit der Mühe des Lebens; allmählig naht derAbend, und die Sonne neigt sich. Der Menschblüht ab, wie er aufblühete: er vergißt seine ei-

gene Gedanken, er verzagt an seinen eigenen Kräf-ten, er stirbt, ebc er stirbt, und freut sich, daßer sein Grab findet. Dies ist der unwandelbareKreis der Tages-, der Jahreszeiten, der Lebens-und Menschenalter aus unserer Erde. Und Siewollten den Unglücklichen tausendmal den Kreisganggehen lassen, wenn er sich freuet, ihn nur Ein-mal durchgekommen zu seyn? Sie wollten die Na-tur ewig, wie Penelope, ihr Gewebe weben undneu weben lassen, damit sie'» nur wieder zerstöre?Unglückliche Menschheit mit allen ihren Anlagen,Hoffnungen und Kräften! Schwachsinnige Penelo-pe, um deren Verstand ich wenigstens nicht buhlenmöchte!

CH. Aber, mein Freund, der Baum, dieBlume, der Tag hat nicht alles einerlei undzwar ein wi e de rk o m m e n d es Schicksal? Esscheinet Gesetz der Natur zu seyn, warum wollte