der eigenen Zukunft. 2,5
C h. Und was studieren Sie an ihr aus ?
Th. Aus? Das weiß ich nicht. Aber anihr zu studieren, dünkt mich, nutzet viel; undich wollte, daß wir's auch zu diesem Zweck an un-seren Kindern thäten.
CH. Au diesem? zu welchem Zweck?
T h. D>PU, daß wir auf ihre ersten Ein-drücke, auf die Art und Wirkung derselben in ih-ren Seelen, aus die geheimen Ideen ulld Bildermerken, mit denen sie sich in der Stille tragen,die sie wie ein feines unsichtbares Gewebe spinnenund fortspinnen nach eigener Lust und Liebe. HabenSie's bemerkt, Ekarikles, daß Kinder plötzlichIdeen äussern, über die man sich wundert, wiesie zu ihnen gekommen seyn? die eine Reihe ande-rer Ideen und geheimer Unterhaltungen voraussetzcn,die wie ein voller Strom aus der Erde brechen —zum untrüglichen Wahrzeichen, daß er nicht erstden Augenblick aus ein paar Regentropfen zusam-mengeflossen, sondern lange, lange schon als Stromverdeckt unter der Erde geflossen sey, vielleicht man-che Höhlen durchbrochen, manche Klippen mit sichgerissen, manchen Unrath an sich gesetzt habe —
CH. Und wenn wir das bemerken, wer kannwider die Natur? Können wir den Lauf dieserStröme hemmen oder ans Licht graben, oder garden Bau der Erde und der Menschenseelen nachunserm Gefallen ändern?
T h. Wir können's, und können's auch nicht.Wir können's nämlich, so weit wir's sollen, undsvllen's, so weit wir's können. Wenn wir die See-